Socken bei Durchblutungsstörungen – ohne Druck durch den Tag
Wer abends Abdrücke vom Sockenbund an den Beinen sieht, kennt das Problem: Ein zu enger Gummi drückt den ganzen Tag. Bei gesunden Beinen ist das lästig. Bei Durchblutungsstörungen, geschwollenen Beinen oder empfindlicher Haut sollte er gar nicht erst entstehen. Worauf es bei Socken dann ankommt, lesen Sie hier.
Wichtig vorab: Socke ohne Kompression ist kein Kompressionsstrumpf
Diese beiden Produkte werden oft verwechselt, haben aber ganz unterschiedliche Aufgaben:
- Medizinische Kompressionsstrümpfe üben gezielt Druck auf das Bein aus. Sie werden ärztlich verordnet, zum Beispiel bei Venenleiden oder Lymphödem, und im Sanitätshaus genau angemessen.
- Socken ohne Kompression sollen das Gegenteil: so wenig Druck wie möglich. Sie sind für Menschen gedacht, deren Beine keinen zusätzlichen Druck vertragen oder bei denen ein normaler Sockenbund schon zu viel ist.
Hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Kompressionsstrümpfe verordnet, tragen Sie diese bitte weiter. Eine Socke ohne Kompression ersetzt sie nicht. Bei manchen Durchblutungsstörungen der Arterien ist Kompression dagegen nicht geeignet – das klärt immer die ärztliche Untersuchung.
Woran Sie eine gute Socke ohne Kompression erkennen
- Ein Bund, der hält, ohne einzuschnüren. Achten Sie auf breite, weiche Bündchen. Ein guter Test: Nach dem Ausziehen sollten keine tiefen Rillen auf der Haut zu sehen sein.
- Elastisches Gewebe im ganzen Strumpf. Ein kleiner Anteil Elasthan sorgt dafür, dass sich die Socke dem Bein anpasst, auch wenn es im Lauf des Tages etwas anschwillt.
- Keine dicke Naht über den Zehen. Eine flache oder nahtlose Zehenpartie reibt nicht.
- Atmungsaktives Material. Baumwolle, Bambusviskose oder Merinowolle leiten Feuchtigkeit ab. Haut, die nicht feucht bleibt, ist weniger anfällig für Reizungen.
- Die passende Länge. Bei geschwollenen Unterschenkeln kann ein Kniestrumpf ohne Kompression angenehmer sein, weil sein Bund weiter oben sitzt.
Kleine Gewohnheiten, die den Beinen guttun
- In Bewegung bleiben: Spaziergänge und Fußkreisen im Sitzen bringen die Wadenmuskeln in Schwung.
- Beine hochlegen: Wenn es die ärztliche Empfehlung erlaubt, entlastet das Hochlegen am Abend viele Beine.
- Nicht zu lange stehen oder sitzen: zwischendurch aufstehen, ein paar Schritte gehen.
- Auf die Haut achten: Rötungen, Schwellungen, die nicht zurückgehen, oder Hautveränderungen gehören in ärztliche Hände.
Wie DEOMED® das umsetzt
Die medizinischen Socken und Kniestrümpfe von DEOMED® sind ohne Kompression gefertigt und als Medizinprodukte registriert. Der Bund hält, ohne einzuschnüren, die Zehenpartie ist nahtlos verarbeitet. Je nach Modell kommen Baumwolle, Bambusviskose oder Merinowolle zum Einsatz, bei den meisten Modellen ergänzt durch Silberionen im Garn und eine Sanitized®-Veredelung. Laut Hersteller sind die Socken unter anderem bei Beinödemen und bei arteriellen oder venösen Durchblutungsstörungen der Beine geeignet.
Für besonders stark geschwollene Beine gibt es mit der DEOMED® Medic Deo MaxFlex eine besonders dehnbare Frotteesocke, als Kniestrumpf zum Beispiel die DEOMED® Bamboo Long Silver. Alle DEOMED® Produkte im Überblick →
Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Ihren Beinen und zur passenden Versorgung wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihr Sanitätshaus.